Kurt - W. Streubel / Siegfried Geißler: "ANTIOPER"
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„Richtschnur oder Sonntagsrede? Die Bedeutung politischer Programme einst und jetzt“
Diskussionsforum anlässlich des 135. Jahrestags des Gothaer Vereinigungsparteitags
Mittwoch, 26. Mai 2010, 19:00-21:00 Uhr Tivoli Gotha, Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Vortrag von und Diskussion mit:
- Knut Kreuch, Oberbürgermeister von Gotha
- Prof. Dr. Beatrix Bouvier, Historikerin, Leiterin des Karl-
Marx-Hauses 2003-2010
- Matthias Hey, MdL, kommunalpolitischer Sprecher der SPD-
Landtagsfraktion
Weitere Informationen und Link zum Programm:
http://www.fes-thueringen.de/media/VeranstaltungenPDF/139600.pdf
Link zur Online-Anmeldung:
http://www.fes.de/oas/portal/pls/portal/showvera.anmelden?Veranum
mer=139600
Es würde uns sehr freuen, Sie als Gast begrüßen zu können. Der
Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten.
Verleihung des Preises „Der Rote Bock“ Gotha 2010
am 04. Juni 2010 in der Gedenkstätte Gothaer Tivoli
Der Rote Bock" - Gotha 2010
Preis für sozialdemokratisches Engagement in Ost- und
Mitteleuropa
Die alte Haupt- und Residenzstadt Gotha ist untrennbar verbunden mit der Geschichte der deutschen Arbeiter-klasse. Ihre führende Partei - die Sozialdemokratische Partei Deutschlands hat in Gotha ihre Wurzeln. Auf dem Gothaer Parteitag vom 22. bis 27. Mai 1875 haben sich der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein und die Sozialdemo-kratische Arbeiterpartei Deutschlands zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands zusammengeschlossen. Damit hatte Deutschland erstmalig eine große sozialdemokra-tische Partei, welche die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland vertrat. Neben August Bebel und Wilhelm Liebknecht zählte der Gothaer Schuhmacher Wilhelm Bock zu den führenden Vertretern der neuen deutschen Partei. Wilhelm Bock war einer der ersten deutschen Sozialdemokraten der als Abgeordneter 1884 noch während der Sozialistengesetze unter Reichskanzler Bismarck in den Deutschen Reichstag einzog. In den Jahren 1924 bis 1928 war er mehrmals sogar Alterspräsident des deutschen Parlaments. Der berühmte deutsche Philosoph Karl Marx schrieb über die Wirkungen des Jahres 1875 seine „Randglossen zum Gothaer Programm". Damit erschien der Name der Stadt Gotha millionenfach auf Buchtiteln in mehr als einhundert Sprachen.
Das Gebäude der „Tivoli", in dem der Gothaer Parteitag 1875 stattfand, ist seit der Mitte des 20. Jahrhunderts als „Nationale Gedenkstätte der Deutschen" eingestuft. Einst als viel besuchtes Museum aufgebaut, sorgte die Stadt Gotha ab 1995 für eine liebevolle Restaurierung des Anwesens und übertrug das Haus dem Förderverein „Gothaer Tivoli e. V.".
Anlässlich des Jubiläums „125 Jahre Gothaer Parteitag" besuchte der deutsche Bundeskanzler Dr. Gerhard Schröder die Residenzstadt und weihte das neue Haus ein.
Dem „Tivoli" ein Profil zu geben und der deutschen Sozial-demokratie eine Stätte ihrer Wurzeln zu erhalten, führte den sozialdemokratischen Gothaer Oberbürgermeister im Jahre 2007 zu Gesprächen beim Parteivorstand der SPD. Hier entstand die Idee, den „Tivoli", wo einst revolutionäre Ideen zur deutschen Arbeiterbewegung geboren worden sind, als Haus der europäischen Sozialdemokratie zu profilieren. Die Sozialdemokratie in den ehemaligen Ländern des Kommu-nismus braucht am Anfang des 21. Jahrhunderts mehr denn je die Unterstützung der sozialen Demokraten in Deutsch-land. Damit war die Idee geboren. Die Gedenkstätte des Gothaer Parteitages von 1875 kann sich zu diesem Zentrum der Sozialdemokratie Europas, insbesondere der Demokraten Mittel- und Osteuropas entwickeln.
Um das Haus zu diesem Bindeglied aufzubauen, stiftet der sozialdemokratische Oberbürgermeister der Residenzstadt Gotha, Knut Kreuch, im Jahre 2008 erstmals einen Preis für aufrechte Demokraten in Mittel- und Osteuropa. Der Preis trägt natürlich den Namen des Mannes, der, wie kaum ein Anderer, an der Schwelle vom 19. zum 20. Jahrhundert die Stadt Gotha prägte. Der „Rote Bock" ist eine Verneigung vor der Lebensleistung von Wilhelm Bock, der Zeit seines Lebens, ein Sohn seines Volkes und seiner Heimatstadt Gotha war.
Auf Vorschlag des Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, wurde der Preis „Der Rote Bock" am 24. Mai 2008 erstmalig verliehen. Erster Preisträger war der ehemalige Ministerpräsident von Tschechien und Vorsitzende der tschechischen Sozialdemokraten, Jiří Paroubek.
Andres Tarand, der engagierte Europapolitiker und ehe-malige Ministerpräsident Estlands erhielt den Preis im Jahre 2009 für seinen persönlichen Einsatz zur Demokratisierung seines Heimatlandes, für seinen beispielgebenden Beitrag zur europäischen Integration Estlands, die zu vielfältigen fruchtbaren Verbindungen nach Deutschland führte, und seinen Einsatz zur Neugründung der sozialdemokratischen Partei seines Heimatlandes.
Im Jahr 2010 wird Professor Dr. Egon Bahr der Preis „Der Rote Bock" verliehen. Im 20. Jahr der deutschen Einheit ist es ein besonderes Bedürfnis den „Architekten der Ost-verträge", mit dessen Name das Motto „Wandel durch Annährung" untrennbar verbunden ist und der somit als Wegbereiter der deutschen Einigung gilt, zu würdigen.
